Was ist, wenn mein Abstrich auffällig ist?

 

1. Warum wird ein Abstrich überhaupt entnommen und von wo?
Der Abstrich wird vom Muttermund und Gebärmutterhals entnommen. Er dient zur frühzeitigen Erkennung von krankhaften Zellveränderungen am Gebärmutterhals.

2. Wie oft soll man einen Abstrich machen lassen?
Aktuell wird empfohlen, einmal im Jahr diese Untersuchung durchführen zu lassen.

3. Was passiert mit dem Abstrich?
Der Abstrich wird nach der Entnahme in ein zytologisches Labor zur Begutachtung geschickt. Die Ergebnisse werden unterteilt in die Gruppen „PAP I“ – „PAP V“. Das Ergebnis wird Ihrem Frauenarzt bzw. Ihrer Frauenärztin anschließend mitgeteilt, der Sie dann informiert.

4. Was bedeutet „PAP I“ ?
Alles in Ordnung. Der nächste Abstrich sollte erst wieder in 1 Jahr erfolgen.

5. Was bedeutet „PAP II“ ?
Es finden sich leicht entzündliche Zellen, hervorgerufen z.B. durch eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen. Auch Spiralen oder ein hormonelles Ungleichgewicht können zu leicht entzündlichen Zellbildern führen. Es besteht kein Grund zur Sorge. Manchmal kann es sein, dass der Frauenarzt oder die Frauenärztin eine Kontrolle nach der Entzündungsbehandlung empfiehlt.

6. Was bedeutet „PAP III D“ ?
Man spricht auch von einer leichten oder mäßigen Dysplasie, das heißt, es liegen Zellveränderungen vor, bei denen ein Risiko besteht, dass sich ein echte Krebszelle entwickelt. Meist ist eine HPV-Infektion dafür verantwortlich. Oft sind diese Zellveränderungen rückläufig!  Es wird abgewartet, da diese Befunde oft auf PAP I bzw. PAP II zurückgehen. Eine Kontrolle nach 3 – 6 Monaten wird empfohlen.

7. Was bedeutet „PAP III“ ?
Der Abstrich ist nicht eindeutig. Es liegen Zellveränderungen vor, die nicht eindeutig zu interpretieren sind. Im Allgemeinen wird ein Kontrollabstrich in 3 Monaten empfohlen. In manchen Fällen ist es auch möglich, dass ein HPV-Test und/oder eine Gewebeentnahme durchgeführt wird.

8. Was bedeutet „PAP IV“ ?
Hier liegen schwere Zellveränderungen vor. Es liegt eine Krebsvorstufe vor. Ein Eingriff am Muttermund – eine sogenannte Konisation – ist erforderlich, um diese Veränderungen zu beseitigen, damit es nicht Krebs wird. Dieser Eingriff wird schonend ambulant in einer kurzen Allgemeinanästhesie durchgeführt.